ä Die Domkirche, genannt Vor Frue Kirke, in Kopenhagen

Die Domkirche (Domkirke) in Kopenhagen

Die erste Kirche in Kopenhagen war eine kleine Kirche für das Fischerdorf das sich an der Stelle der heutigen Stadt befand. Diese Kirche lag nahe des heutigen Rathausplatzes (Rådhusplads), was Reste einer Ruine belegen die unter dem Strøget gefunden wurden. Diese erste Kirche hatte allerdings nichts mit dem heutigen Dom zu tun.
 
Als Absalon, der Bishof in Roskilde, an der Stelle des Fischerdorfs eine Stadt bauen wollte, entschied er sich im Jahr 1187 auch an der höchsten Stelle der neuen Stadt eine Kirche bauen zu lassen die Maria gewidmet war und daher den Namen Frauenkirche (Vor Frue Kirke) erhielt. Diese Kirche wurde in Kreidestein erbaut und, als Zweigstelle der Domkirche in Roskilde, von Absalon zur Kollegiatskirche mit einer Schule, die im Jahr 1479 zur Universität Kopenhagens wurde, ernannt. Bei einem Brand im Jahr 1314 wurde die Vor Frue Kirke vollständig zerstört, und es wurde an der gleichen Stelle unmittelbar eine neue Kirche erbaut, allerdings eine Kirche aus Ziegel. Mit der Krönung des dänischen Königs Christian I. in dieser Kirche wurde dieser zweite Vorläufer des heutigen Doms bereits zur Hofkirche Dänemarks.
 
Während der Reformation wurden vor allem an und in der Vor Frue Kirke zahlreiche Streitigkeiten zwischen der katholischen und der protestantischen Religion ausgetragen, da die Katholiken die Kirche als ihren Stützpunkt betrachteten, Dies konnte jedoch nicht verhindern dass die Protestanten 1530 die Kirche stürmten und Johan Bugenhagen 1536 mit seiner Predigt die Kirche zum protestantischen Glauben führte. Das Monument zur Reformation (Reformationsmonumentet) findet man gegenüber des Haupteingangs der heutigen Domkirche. Auch diese, historisch bedeutende Kirche, wurde jedoch 1728 das Opfer eines Großbrandes und musste neu aufgebaut werden. Die Einweihung der neuen Kirche erfolgte im Jahr 1738.
 
Allerdings sollte auch diese Kirche wieder einem Brand zum Opfer fallen, denn als Napoleon Kopenhagen angriff, erreicht im Jahr 1807 eine Brandrakete die Spitze des Turmes, von wo aus der Brand dann das Kirchenschiff erreichte, was zur nahezu vollständigen Zerstörung der Kirche führte. Unmittelbar nach dem Brand wurde bereits der Neubau der Kirche geplant und sollte, beeinflusst vom griechisch-römischen Klassizismus, im klassizistischen Stil erbaut werden. Bereits 1817 konnte König Friederich VI. dann den Grundstein der heute noch existierende Kirche legen. Für die Dekoration der Kirche, die 1829 eingeweiht wurde und seit 1924 Die Domkirche Kopenhagens ist, wurde der dänische Skulpteur Bertil Thorvaldsen ausgewählt.
 
Das erste Werk Thorvaldsens kann man bereits am Eingang der Kirche entdecken, auch wenn weder die Skulptur von David, noch jene von Moses, die rechts und links des Eingangs stehen, von diesem Künstler stammen, so muss man nur die Augen heben um Thorvaldsens Werk „Johannes predigt in der Wüste“ und über dem Haupteingang das Werk „Jesu Einzug in Jerusalem“ entdecken. Im Kirchenraum entdeckt man dann weitere Meisterwerke Thorvaldsens, nämlich die Christusfigur am Altar, die zwölf Aposteln an den Seiten des Kirchenschiffes, und natürlich das Taufbecken als Engel.
 
Mehr über die Domkirche und das Werk Thorvaldsen bieten wir während unserer Stadtführungen in Kopenhagen.

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last update: February 21, 2025